Kreuzbund: Selbsthilfe- und Helfergemeinschaft für Suchtkranke und Angehörige. www.kreuzbund-dv-erfurt.de

Vacha/Dermbach

                

Ansprechpartner: Rainer Hornschuh

MITEINANDER REDEN UND FEIERN...

...unter diesem Motto fand am 24.Juli 2004 der „Tag der Selbsthilfe“ in Erfurt statt. Wie auch die Jahre zuvor, trafen sich Betroffene, Angehörige sowie auch Interessierte im S13, dem Suchthilfe-Zentrum in Erfurt/Melchendorf. Es war ein Tag, der von der Unbeständigkeit des Wetters geprägt war. Diese miese Wetterlage kannte man zu Beginn dieses Sommers nur allzu gut. Also machte ich mich mit dem Auto, statt wie geplant mit dem Motorrad, auf den Weg nach Erfurt. Kurz vor meinem Ziel war ich froh im Auto zu sitzen, denn es goss wie aus Kannen. Ich kam trotzdem gut gelaunt im Schulzenweg an, wo schon viele Bekannte, aber auch neue „Gesichter“ zu gegen waren. Weil ich zuvor noch betriebliche Probleme zu lösen hatte, war mein Zeitplan etwas verschoben, aber pünktlich zu den Foren war ich vor Ort. Diese Foren fanden im Gegensatz zu den Jahren zuvor schon um 11.30 Uhr statt. Meines Erachtens nach erwies sich dieser Zeitpunkt als wesentlich günstiger. Zum einen kam man sofort ins Gespräch mit den anderen Anwesenden, die andere Seite war, das die Veranstaltung nicht durch den späteren Beginn zersplittert wurde, welches mir die Jahre zuvor zumindest so vor kam. Noch einen Vorteil sehe ich darin, das Gespräche, die in den Foren begonnen hatten, bei Interesse fortgesetzt werden konnten. Nach den Gesprächen trat die Samba Trommelmusikgruppe auf. Obwohl ich diese Gruppe schon Jahre zuvor erlebt hatte, riss mich der Rhythmus wieder mit und vermittelte etwas Urlaubs-Feeling. Auch die anderen Anwesenden waren sichtlich beeindruckt, und bekundeten dieses durch Mitklatschen und rhythmische Bewegungen. Angeheizt durch diese Einlage herrschte eine gute Stimmung im S 13.

Im Anschluss folgte der Auftritt eines „Laien-Duos“ –Gitarre und Gesang-, welche bekannte Hits improvisierten. Wie so oft im Leben, hat jeder einen anderen Geschmack, aber mir persönlich hat der Auftritt sehr gut gefallen, und ich fand ihn bühnenreif. Besonders die Natürlichkeit, welche rüber kam, und der sichtbare „Spaß“ den die Beiden bei ihrer Darbietung hatten, beeindruckten mich. An dieser Stelle möchte ich all denjenigen danken, die diesen Tag so hervorragend organisiert haben. Ich habe mit wechselhaftem Wetter angefangen, und möchte auch mit „wechselhaften“ schließen, denn dies sind auch meine Gefühle, wenn ich auf diesen Tag zurück blicke. Zum einen sind da die Erinnerungen an einen schönen und gelungenen Tag, zum anderen stellt sich mir die Frage, warum haben nicht noch mehr Betroffene und Angehörige die Chance genutzt, bei einem solchen Event dabei zu sein??? Wir wollten doch nur:

MITEINANDER REDEN UND FEIERN.

Rainer Hornschuh, Kreuzbundgruppe Vacha